Glück kann man nicht kaufen #1 } Julia

Wie versprochen, präsentiere ich heute, das erste ‚Interview‘ aus der Reihe
Glück kann man nicht kaufen. Es wird geboren.

Ich freue mich sehr und bin gespannt, auf jede einzelne Mama, welche mir geantwortet hat.

Los geht es heute mit Julia, eine bezaubernde Mama von Instagram ♥

Stell dich und deine Familie doch bitte kurz vor.
Mein Name ist Julia, ich bin 26 Jahre alt und seit Februar 2013 (alleinerziehende) Mutter eines wundervollen Sohnes.
IMG_4543
Kinder sind eine große Verantwortung und bringen Veränderungen mit.
Was für Gedanken hast du dir während deiner Schwangerschaft dazu gemacht?
Da bereits in der Schwangerschaft feststand, dass ich alleinerziehend sein werde, war mein meine größte Angst wie ich das alles alleine schaffen werde. Schaffe ich es alleine mein Kind groß zu ziehen? Wie wird es sein alleine mit Kind? Wie wird es finanziell aussehen?
Natürlich habe ich mir auch Gedanken darüber gemacht wie es ist Mutter zu sein und vor allem ob ich eine gute Mutter sein werde. Ich habe in der Vergangenheit sehr oft an mir gezweifelt.
Über die Veränderung habe ich mir auch viele Gedanken gemacht. Wie komme ich mit den schlaflosen Nächten klar. Wie wird sich der Kontakt zu meinem Freundeskreis ändern.

Wie war es dann tatsächlich, als du Mutter geworden bist?Was hat dich besonders überrascht – sowohl positiv, als vielleicht auch negativ?
Worüber ich sehr überrascht war, dass doch mit der Geburt meines Sohnes vieles anders kam. Als ich meinen Sohn das erste Mal gesehen und in meinem Arm hatte, habe ich das erste Mal in meinem Leben das gespürt was ich zuvor noch nie gespürt habe: unendliche Liebe. Die Ängste, die ich in der Schwangerschaft hatte, waren plötzlich weg. Ich sah meinen Sohn an und wusste, dass wir das gemeinsam schaffen werden. Und so geht es mir heute noch. Ich bin in diesem Jahr sehr oft an meine Grenzen gestoßen, aber ich habe auch unglaublich viel an Stärke gewonnen. Die Selbstzweifel, die ich in der Vergangenheit hatte, sind weg. Ich weiß, was ich bereits geschafft habe und schaffen werde. Ich ziehe die ganze Kraft aus meinem Sohn, der mich wirklich sehr glücklich macht. Auch mein Freundeskreis hat mich sehr überrascht. Zwar sieht man sich nicht mehr so häufig wie vor der Geburt aber wenn man sich sehen möchte, kommen halt zu mir nach Hause. Das macht dem kleinen Mann auch immer ganz viel Spaß. Außerdem habe ich durch die Schwangerschaft bzw. durch die Geburt und der verschiedenen Kursangebote (Geburtsvorbereitung, Rückbildung, PeKip) neue Freunde dazu gewonnen.

Wie wichtig ist dir Zeit für dich und wie sieht diese Zeit aus?
Natürlich ist man oder bin ich an 1. Stelle Mutter. Man sollte aber sich und seine Bedürfe dabei nicht vergessen. Wenn der kleine Mann seinen Mittagsschlaf macht oder abends im Bett liegt und friedlich schläft, nutze ich die Zeit für mich. In der Anfangszeit habe ich mich dann um den kompletten Haushalt gekümmert was ein totaler Fehler war. Mein Alltag bestand nur aus Kind und Haushalt. Daran habe ich nach wenigen Monaten etwas geändert. Ich versuche ein bisschen Haushalt mit Kind zu erledigen. Wenn er schläft , erledige ich auch noch eine Kleinigkeit aber nutze diese Zeit dann überwiegend für mich. Ich nähe unglaublich gerne, nehme gerne ein schön entspannendes Bad oder sitze einfach gemütlich auf dem Sofa.

Gibt es etwas, was mit Kind(ern) definitiv nicht mehr machbar ist?
Man ist mit Kind einfach nicht mehr so spontan wie früher. Früher konnte man einfach weggehen wann man wollte, heute muss alles ein paar Tage im Voraus geplant werden um einen Babysitter organisieren zu können. Ob man dann letztendlich doch weggehen kann, weiß man erst kurz vorher, weil es auch passieren kann, dass das Kind krank wird. Mit Kind kann man auch nicht mehr so schnell einfach los gehen. Erst muss man die Tasche mit Trinken, Essen, Windeln, Wechselkleidung etc. packen. Das war am Anfang für mich ziemlich ungewohnt aber man gewöhnt sich sehr schnell daran.

Was möchtest du gerne den kinderlosen Frauen sagen, die sich zuviele Gedanken zum Thema ‚Leben & Veränderungen mit Kind(ern)‘ machen?
Ich möchte den kinderlosen Frauen sagen, dass am Ende doch alles anders kommt wie man sich vorgestellt hat. Man macht sich im Vorfeld immer so viele Gedanken, die größtenteils (zumindest war das so bei mir) unbegründet waren. Natürlich ist ein Kind eine große Veränderung. Man muss sich plötzlich selbst total einschränken und ist in erster Linie nur für den kleinen Menschen da. Das hört sich, wenn man das als kinderlose Frau anhört vielleicht erstmal total „schlimm“ an. Aber man bekommt auch so viel zurück. So viel Liebe, so viel Zuneigung. Wenn das Kind sich morgens im Bett an dich kuschelt, angekrabbelt kommt und zu dir hoch möchte um dich zu küssen. Diese tolle Momente sind viel toller als irgendeine Party am Wochenende.Für mich ist mein Sohn das größte Glück und ich genieße die intensive Zeit mit ihm und vermisse mein „altes Leben“ keine einzige Sekunde. 

♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥

Liebe Julia, ich möchte mich herzlich für deine Antworten und deine Zeit bedanken und wünsche dir auch weiterhin, ganz viele Herzmomente mit deinem Sonnenschein!

Advertisements

Danke, für deine Worte!

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s