Glück kann man nicht kaufen #4 } Laura

Monatg…Zeit für eine Neue Runde:
Glück kann man nicht kaufen. Es wird geboren.

Ting-Ting-Ting-Ting :)

Heute mit einer ganz besonders lieben Damen…die wundervolle, viel zu weit weg wohnende Laura
Laura, Nele und ihren Papa durfte ich im Januar 2013 persönlich kennenlernen und sie ist tatsächlich genauso lieb und unkompliziert, wie ich dachte. Ich freue mich auf ein Wiedersehen in NRW (oder Berlin?).

*******

Stell dich und deine Familie doch bitte kurz vor.

Hallo ich bin Laura, werde dieses Jahr 30 Jahre alt und meine kleine Motte Nele ist 2 Jahre und 3
Monate alt. Ich bin Erzieherin und gehe 30 Stunden die Woche arbeiten. Nele ist in dieser Zeit in
einem kleinen Kinderladen. Ich bin seit einem Jahr von Neles Papa getrennt, was aber nicht heißt
das ich alleinerziehend bin. Er kümmert sich so gut es geht und seine Arbeit es zulässt mit um
Nele. Das wir uns die Arbeit teilen wäre zu positiv gesprochen, beruflich ist das seinerseits leider
nicht machbar. Auch wenn wir getrennt leben, würde ich uns als Familie betrachten. Wir verstehen
uns sehr gut und sprechen uns, was Nele angeht in allem ab. Am Wochenende und auch teilweise
unter der Woche, verbringen wir auch noch Zeit gemeinsam um Nele zu zeigen das wir beide für
sie da sind und sie uns auch noch zusammen erlebt.

Kinder sind eine große Verantwortung und bringen Veränderung mit.
Was für Gedanken hast du dir während deiner Schwangerschaft dazu gemacht?

Nele war ein absolutes Wunschkind von meinem Ex­Freund und mir. Trotzdem hatte ich, als es
dann soweit war und ich den postiven Test in der Hand hielt, auch Ängste. Wie wird das alles
(mein Freund und ich wohnten zu dem Zeitpunkt noch nicht zusammen), wie sage ich es meinen
Kollegen, meinem Arbeitgeber ( als Erzieherin erhält man ja sofort ein Beschäftigungsverbot),
finden wir eine passende Wohnung, werde ich eine gute Mutter sein?! Ich muss sagen ich hatte die
ersten Wochen echt Schiss vorallem. Ich wohnte plötzlich in einer neuen, fremden Wohnung, ich
durfte nicht mehr arbeiten gehen und ich hatte da dieses kleine Wesen in meinem Bauch was stetig
wuchs und irgendwann mal auf die Welt wollte. Je weiter ich kam in der Schwangerschaft umso
besser ging es mir. Die Ängste lösten sich irgendwie von alleine in Luft auf und ich war einfach
nur noch unendlich neugierig auf mein Baby.

Wie war es dann tatsächlich, als du Mutter geworden bist?
Was hat dich besonders überrascht – sowohl positiv, als vielleicht auch negativ?

Überrascht hat mich wie selbstverständlich alles ging. Irgendwie intuitiv wusste ich genau was zu
tun ist. Stillen, Windel wechseln, trösten, in den Schlaf begleiten etc…alles war als hätte ich nie
etwas anderes getan. Natürlich war es auch anstrengend. Es gab Nächte da hätte ich verzweifeln
können, weil ich nicht wusste wie ich es meinem Baby recht machen soll. Es gab Abende da lag
stundenlang mit ihr im Bett, in der Hoffnung sie schläft irgendwann mal ein, damit ich auch mal
noch ein bisschen Zeit für mich habe, für mich und meinen Freund. Überrascht hat mich definitiv
wieviel man als Mutter aushält, mit wie wenig Schlaf man auskommt und trotzdem noch stehen
und den Tag bewältigen kann. Ich dachte oft dieses oder jenes ist jetzt meine Grenze und ich habe
sie doch oft nochmal überschritten und noch ne Schippe draufgelegt. Noch ne Nacht mit noch
weniger Schlaf, noch ne Stunde mehr das Kind rumgetragen, noch nen Tag länger mit
ungewaschenen Haaren und Gammelklamotten rumgelaufen etc. All das habe ich aber immer mit
unendlich viel Liebe für mein Baby getan. Ich kann wirklich sagen als Mutter bin ich über mich
hinausgewachsen.

LauraNele

Eltern sein, Paar bleiben….
Wie wichtig ist dir Zeit für dich und deinen Partner  und wie sieht diese Zeit aus.

Die ersten Monate kam das Paar sein sicherlich zu kurz. Wir waren beide völlig auf Nele fixiert
und haben uns ziemlich vergessen. Mit Sicherheit auch ein Grund der dazu beigetragen hat, das
wir beziehungsmäßig gescheitert sind.  Mittlerweile unternehmen wir hier und da auch mal etwas
ohne Nele, gehen gemeinsam auf ein Konzert oder ähnliches. Auch wenn wir nicht mehr
zusammen sind verstehen wir uns super und sind grade dabei uns wieder ganz langsam
anzunähern. Vielleicht schaffen wir es ja doch irgendwann nochmal als Familie, wir würden es uns
beide wünschen. Da Nele 1­-2 mal die Woche bei ihrem Papa schläft, habe ich dann auch etwas
Zeit für mich. Ich treffe mich mit Freunden, gehe ins Kino, tanzen oder lege mich einfach in die
Badewanne und schlafe mal lange aus. Diese kleinen Pausen vom Alltag, brauche ich um wieder
mit neuer Energie für meine Motte da sein zu können. Diese Zeit für mich ist mir auch sehr
wichtig, auch wenn ich die kleine immer sehr vermisse wenn sie eine Nacht nicht bei mir ist.
Meine Familie wohnt weit weg und so bin ich wirklich nur mal von Nele getrennt wenn sie bei
ihrem Papa ist.

Gibt es etwas was mit Kindern nicht mehr machbar ist?

Bislang habe ich noch nicht festgestellt, das ich irgendwas gar nicht mehr machen könnte. Klar
muss man sich hier und da umstellen, aber wirklich eingeschränkt bin ich nicht. Man ist eben nicht
mehr so spontan und muss einfach anders oder früher planen. Machbar ist aber mit Kind denke ich
alles. Ich würde sagen das ist eine Frage der persönlichen Einstellung.

Camera 360

Was möchtest du gerne den kinderlosen Frauen sagen, die sich zuviele Gedanken zum Thema
Leben und Veränderungen mit Kindern machen?

Ich würde sagen macht euch weniger Gedanken! Lasst euch auf das Abenteuer Kind ein und
genießt jede Sekunde, Minute und Stunde mit eurem Baby. Jede Phase und jeder Abschnitt, im
Leben mit einem Kind,  ist mit Sicherheit oft anstrengend aber auch genauso spannend. Mein
Leben mit Nele ist super aufregend , voller Liebe und wundervoller Erfahrungen die ich nie nie nie
im Leben missen möchte. Mein Kind ist mein Leben und ich genieße es sehr, dieses kleine Wesen
ein Stück ihres Lebens begleiten zu dürfen.

♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥

Danke, liebe Laura, für deine zeit und deine berührenden Worte…ich drücke dir die Daumen, dass E. und du wieder zusammenfindet und gemeinsam mit Nele wieder die kleine, bezaubernde Familie seid, die wir kennenlernen durften!

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