Glück kann man nicht kaufen #5 } Kathleen

Seitdem ich Montags immer diese wunderbaren Worte, von wunderbaren Müttern veröffentliche, sind Montage gar nicht mehr so schlimm :)
Heute dürft ihr an Kathleen’s (Kruemelmama84) Gedanken teilhaben – eine starke, sehr positive Insta-Mama, welche leider viel zu weit entfernt wohnt ♥

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Stell dich und deine Familie doch bitte kurz vor.

Hallo Ihr Lieben ich heiße Kathleen, bin 29 Jahre und Mama unseres wundervollen Sohnes Anton Ramón. Komplett macht unsere Familie natürlich unser Papa und mein Mann, 35 Jahre, ein waschechtes Nordlicht und unser verrücktes Fellknäuel, unser Hund Kenny.

Kinder sind eine große Verantwortung und bringen Veränderung mit.
Was für Gedanken hast du dir während deiner Schwangerschaft dazu gemacht?

Oh ganz ganz viele Gedanken. Man hört ja immer die gruseligsten Geschichten von Geburt bis zu dem Alltag mit einem Kind. Ich habe mir schon immer Kinder gewünscht und wollte eigentlich jung  :-D ( 22-25 Jahre) Mama werden, leider fehlte dazu der passende Partner. Als ich dann meinen Schatz kennenlernte, war uns schnell klar, dass der Kinderwunsch bei beiden ganz groß war. Jedoch waren viele Ängste da. Wird unser Schatz gesund und munter zur Welt kommen?(Ich hatte vor Feststellung der Schwangerschaft starke Medikamente gegen eine vorhandene Gürtelrose genommen)Werde ich eine gute Mama sein? Wie wird sich der Alltag und unsere Beziehung durch ein Baby tatsächlich so verändern? Werden wir es finanziell wuppen? Wie wird sich später meine berufliche Situation mit Kind gestalten? Wird sich der Hund negativ verändern, wenn ja was dann.

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Wie war es dann tatsächlich, als du Mutter geworden bist?
Was hat dich besonders überrascht – sowohl positiv, als vielleicht auch negativ?

Überrascht hat mich die Geburt an sich. Dieses Gefühl „Leben zu schenken“, dieser erste Schrei, dieses kleine Geschöpf und diese kleinen Augen die mich da anschauten und die in mir ein so unglaubliches Gefühl auslösten was ich noch niemals empfunden habe -pure Liebe, unendliche Liebe- . Ich bin jetzt eine Mama, wow, mein sehnlichster Wunsch ging in Erfüllung. Selbst jetzt beim schreiben schießen mir Tränen in die Augen da ich diese Gefühle kaum in Worte fassen kann. Ich liebe es Mama zu sein, egal wieviele schlaflose und anstrengende Nächte es bereits gab sobald ich in diese kleinen Äuglein schau ist alles vergessen und ich bin dankbar ein gesundes, lebendiges Kind zu haben.

Positiv empfinde ich jeden Tag die Fortschritte des kleinen Mannes zu sehen, wie er mich mit Brei verschmiertem Schnäuzchen angrinst und es toll findet wenn ich ihn lobe das, das Schälchen leer ist. Wie er sich kullert und jauchzt und mit dem Äffchentattoo an seiner Kinderzimmerwand erzählt.
Im Rückblick bin ich stolz auf uns wie toll eigentlich alles klappt und sich so schnell eingepegelt hat und das einfach weil wir dann nicht auf die „gut gemeinten Ratschläge“ gehört haben sondern einfach alles nach unserem Bauchgefühl machen. Durch mein Kind bin ich noch selbstbewusster geworden.

Negativ empfand ich ganz arg schlimm die äußeren Einflüsse. Jeder wollte uns erklären wie wir was zu tun haben und was gut oder schlecht für unser Kind wäre. Als Erst-Mama macht man sich eh um alles Gedanken. Möchte nichts falsch machen, ist unsicher. Die „gut gemeinten Ratschläge“ haben uns als Familie oft aus der Bahn geworfen, weil wir dadurch an uns und unseren Elternqualitäten oft zweifelten.

Eltern sein, Paar bleiben….
Wie wichtig ist dir Zeit für dich und deinen Partner  und wie sieht diese Zeit aus.

Die Zeit zu zweit hat sich natürlich gerade am Anfang extrem minimiert, erstmal mussten wir uns in unserer Rolle als Eltern finden und sind dann meistens in der „freien“ Zeit kaputt auf der Couch eingeschlafen. Mittlerweile sieht es natürlich schon etwas besser aus. Meistens nutzen wir unsere gemeinsame Zeit um gemeinsam gemütlich zu essen, über Gott und die Welt zu reden und auf der Couch zu kuscheln und relaxen.
Was für mich/uns wichtig und schön ist ist, dass egal wie stressig der Tag, wie genervt wir sind, wir oft wir uns anzicken, weil der Mann den Rasierschaum stehen lässt oder die Klamotten nicht verräumt oder ich wieder perfektionistisch und stur durch und durch bin, wir nie den Tag im Streit beenden und immer Hand in Hand oder Arm in Arm einschlafen.

DAS GLÜCK EINES KINDES BEGINNT, LANGE BEVOR ES GEBOREN WIRD,
IM HERZEN VON ZWEI MENSCHEN, DIE EINANDER SEHR GERN HABEN
-PHIL BOSMANS-

Gibt es etwas was mit Kindern nicht mehr machbar ist?

Machbar ist sicher fast alles nur brauch alles mehr Organisation und Vorbereitung. Die Spontanität geht natürlich etwas verloren, jedoch war uns das vorher klar und stört uns keinesfalls.

Was möchtest du gerne den kinderlosen Frauen sagen, die sich zuviele Gedanken zum Thema
Leben und Veränderungen mit Kindern machen?

Traut euch! und hört nicht auf diese Geistergeschichten. Ein Kind ist das schönste auf der Welt und verändert jedes Leben, ganz normal, denn es wird definitiv bereichert durch ein Kinderlachen. Jede einzelne von Euch wird es schaffen eine gute Mama zu sein, jede ganz auf Ihre eigene Weise und ihr werdet es toll machen!

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WER SAGT ES GIBT KEINE WUNDER AUF DIESER ERDE,
HAT NOCH NIE DIE GEBURT EINES KINDES ERLEBT.
WER SAGT REICHTUM IST ALLES,
HAT NOCH NIE EIN KIND LÄCHELN GESEHEN.
WER SAGT, DIESE WELT SEI NICHT MEHR ZU RETTEN, HAT VERGESSEN, DASS KINDER HOFFNUNG BEDEUTEN!

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Liebste Käthe, vielen Dank, für deine ausführlichen Antworten!
Du bist ein toller Mensch und ich hoffe, dass es dir (gesundheitlich) schnell wieder gut geht und du dein Leben mit deinem Mann und deinem zuckrigen Anton wieder unbeschwert genießen kannst. Ich drücke dich aus der Ferne!

Glück kann man nicht kaufen #4 } Laura

Monatg…Zeit für eine Neue Runde:
Glück kann man nicht kaufen. Es wird geboren.

Ting-Ting-Ting-Ting :)

Heute mit einer ganz besonders lieben Damen…die wundervolle, viel zu weit weg wohnende Laura
Laura, Nele und ihren Papa durfte ich im Januar 2013 persönlich kennenlernen und sie ist tatsächlich genauso lieb und unkompliziert, wie ich dachte. Ich freue mich auf ein Wiedersehen in NRW (oder Berlin?).

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Stell dich und deine Familie doch bitte kurz vor.

Hallo ich bin Laura, werde dieses Jahr 30 Jahre alt und meine kleine Motte Nele ist 2 Jahre und 3
Monate alt. Ich bin Erzieherin und gehe 30 Stunden die Woche arbeiten. Nele ist in dieser Zeit in
einem kleinen Kinderladen. Ich bin seit einem Jahr von Neles Papa getrennt, was aber nicht heißt
das ich alleinerziehend bin. Er kümmert sich so gut es geht und seine Arbeit es zulässt mit um
Nele. Das wir uns die Arbeit teilen wäre zu positiv gesprochen, beruflich ist das seinerseits leider
nicht machbar. Auch wenn wir getrennt leben, würde ich uns als Familie betrachten. Wir verstehen
uns sehr gut und sprechen uns, was Nele angeht in allem ab. Am Wochenende und auch teilweise
unter der Woche, verbringen wir auch noch Zeit gemeinsam um Nele zu zeigen das wir beide für
sie da sind und sie uns auch noch zusammen erlebt.

Kinder sind eine große Verantwortung und bringen Veränderung mit.
Was für Gedanken hast du dir während deiner Schwangerschaft dazu gemacht?

Nele war ein absolutes Wunschkind von meinem Ex­Freund und mir. Trotzdem hatte ich, als es
dann soweit war und ich den postiven Test in der Hand hielt, auch Ängste. Wie wird das alles
(mein Freund und ich wohnten zu dem Zeitpunkt noch nicht zusammen), wie sage ich es meinen
Kollegen, meinem Arbeitgeber ( als Erzieherin erhält man ja sofort ein Beschäftigungsverbot),
finden wir eine passende Wohnung, werde ich eine gute Mutter sein?! Ich muss sagen ich hatte die
ersten Wochen echt Schiss vorallem. Ich wohnte plötzlich in einer neuen, fremden Wohnung, ich
durfte nicht mehr arbeiten gehen und ich hatte da dieses kleine Wesen in meinem Bauch was stetig
wuchs und irgendwann mal auf die Welt wollte. Je weiter ich kam in der Schwangerschaft umso
besser ging es mir. Die Ängste lösten sich irgendwie von alleine in Luft auf und ich war einfach
nur noch unendlich neugierig auf mein Baby.

Wie war es dann tatsächlich, als du Mutter geworden bist?
Was hat dich besonders überrascht – sowohl positiv, als vielleicht auch negativ?

Überrascht hat mich wie selbstverständlich alles ging. Irgendwie intuitiv wusste ich genau was zu
tun ist. Stillen, Windel wechseln, trösten, in den Schlaf begleiten etc…alles war als hätte ich nie
etwas anderes getan. Natürlich war es auch anstrengend. Es gab Nächte da hätte ich verzweifeln
können, weil ich nicht wusste wie ich es meinem Baby recht machen soll. Es gab Abende da lag
stundenlang mit ihr im Bett, in der Hoffnung sie schläft irgendwann mal ein, damit ich auch mal
noch ein bisschen Zeit für mich habe, für mich und meinen Freund. Überrascht hat mich definitiv
wieviel man als Mutter aushält, mit wie wenig Schlaf man auskommt und trotzdem noch stehen
und den Tag bewältigen kann. Ich dachte oft dieses oder jenes ist jetzt meine Grenze und ich habe
sie doch oft nochmal überschritten und noch ne Schippe draufgelegt. Noch ne Nacht mit noch
weniger Schlaf, noch ne Stunde mehr das Kind rumgetragen, noch nen Tag länger mit
ungewaschenen Haaren und Gammelklamotten rumgelaufen etc. All das habe ich aber immer mit
unendlich viel Liebe für mein Baby getan. Ich kann wirklich sagen als Mutter bin ich über mich
hinausgewachsen.

LauraNele

Eltern sein, Paar bleiben….
Wie wichtig ist dir Zeit für dich und deinen Partner  und wie sieht diese Zeit aus.

Die ersten Monate kam das Paar sein sicherlich zu kurz. Wir waren beide völlig auf Nele fixiert
und haben uns ziemlich vergessen. Mit Sicherheit auch ein Grund der dazu beigetragen hat, das
wir beziehungsmäßig gescheitert sind.  Mittlerweile unternehmen wir hier und da auch mal etwas
ohne Nele, gehen gemeinsam auf ein Konzert oder ähnliches. Auch wenn wir nicht mehr
zusammen sind verstehen wir uns super und sind grade dabei uns wieder ganz langsam
anzunähern. Vielleicht schaffen wir es ja doch irgendwann nochmal als Familie, wir würden es uns
beide wünschen. Da Nele 1­-2 mal die Woche bei ihrem Papa schläft, habe ich dann auch etwas
Zeit für mich. Ich treffe mich mit Freunden, gehe ins Kino, tanzen oder lege mich einfach in die
Badewanne und schlafe mal lange aus. Diese kleinen Pausen vom Alltag, brauche ich um wieder
mit neuer Energie für meine Motte da sein zu können. Diese Zeit für mich ist mir auch sehr
wichtig, auch wenn ich die kleine immer sehr vermisse wenn sie eine Nacht nicht bei mir ist.
Meine Familie wohnt weit weg und so bin ich wirklich nur mal von Nele getrennt wenn sie bei
ihrem Papa ist.

Gibt es etwas was mit Kindern nicht mehr machbar ist?

Bislang habe ich noch nicht festgestellt, das ich irgendwas gar nicht mehr machen könnte. Klar
muss man sich hier und da umstellen, aber wirklich eingeschränkt bin ich nicht. Man ist eben nicht
mehr so spontan und muss einfach anders oder früher planen. Machbar ist aber mit Kind denke ich
alles. Ich würde sagen das ist eine Frage der persönlichen Einstellung.

Camera 360

Was möchtest du gerne den kinderlosen Frauen sagen, die sich zuviele Gedanken zum Thema
Leben und Veränderungen mit Kindern machen?

Ich würde sagen macht euch weniger Gedanken! Lasst euch auf das Abenteuer Kind ein und
genießt jede Sekunde, Minute und Stunde mit eurem Baby. Jede Phase und jeder Abschnitt, im
Leben mit einem Kind,  ist mit Sicherheit oft anstrengend aber auch genauso spannend. Mein
Leben mit Nele ist super aufregend , voller Liebe und wundervoller Erfahrungen die ich nie nie nie
im Leben missen möchte. Mein Kind ist mein Leben und ich genieße es sehr, dieses kleine Wesen
ein Stück ihres Lebens begleiten zu dürfen.

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Danke, liebe Laura, für deine zeit und deine berührenden Worte…ich drücke dir die Daumen, dass E. und du wieder zusammenfindet und gemeinsam mit Nele wieder die kleine, bezaubernde Familie seid, die wir kennenlernen durften!

Glück kann man nicht kaufen. Es wird geboren.

Jedes Kind ist ein Zeichen der Hoffnung für diese Welt.
[aus Kamerun]

Elternglück

Geldsorgen und Lebensstil:
Deutsche wollen keine Kinder.

Wenn man den Fernseher einschaltet, diverse Magazine aufschlägt oder im Internet nach Geburtenrate sucht, stößt man ziemlich schnell auf solche oder ähnliche Aussagen.
Heute habe ich einen Blogpost gelesen, der mich nachdenklich gemacht hat.
Ist man mit Kindern wirklich so stark eingeschränkt oder muss man auf so vieles verzichten, dass man aus Angst davor, sich gar gegen das Kinder kriegen entscheidet?? Das will ich nicht glauben!
Ich habe also bei ein paar wundervollen Mamas angefragt, ob sie mir ein ‚Interview‘ geben möchte und tatsächlich positive Rückmeldungen bekommen.
Vielen lieben Dank dafür, ihr Lieben!

Morgen gibt es dann den ersten Teil aus der Reihe:
Glück kann man nicht kaufen. Es wird geboren.

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